Raumfahrt

Jede intelligente Lebensform hat irgendwann in ihrer Geschichte zum Nachthimmel aufgesehen und sich gefragt, welchen Sinn und Zweck die leuchtenden Punkte haben sollten.
Anfangs waren es vielleicht noch Zeichen der Götter oder man hat den Lauf der Sterne und die wiederkehrenden Jahreszeiten entdeckt.

Und selbst heute, da Frachter und Kriegsschiffe durch die endlosen Weiten des Raums gleiten, Planeten besiedelt und selbst die Kräfte der Sonnen gezähmt und benutzt werden, hat der Weltraum nichts von seiner Faszination verloren.

Viele Bewohner der Kernwelten und des Hyperion werden den Weltraum ihr Leben lang nur aus dem Fernsehen kennenlernen - doch andere werden zu den Sternen reisen, Piraten begegnen und unentdeckte Welten zuerst betreten.
Manche wir nennen sie - Weltraumnomaden verbringen gar ihr ganzes Leben ohne die feste Oberfläche eines Planeten länger als für einen kurzen Handelsaufenthalt zu betreten.

Was es heißt im Raum zu reisen oder zu leben, das wird in diesem Kapitel. Wer sich mehr für den Weltraumhandel interessiert, der im 31. Jahrhundert immer noch eine gewaltige Rolle spielt, wird hier... fündig.

1. Wie man auf ein Raumschiff gelangt

Der übliche Weg um an Bord eines Raumschiffes zu gelangen ist es an einem Raumhafen oder einer Orbitalstation als neues Mannschaftsmitglied anzuheuern (über Passagiere wollen wir uns später unterhalten).
Größere Stationen bieten dafür umfangreiche Foren und designierte Data-Link-Systeme um direkt mit anliegenden oder gerade im Anflug befindlichen Schiffen Kontakt aufzunehmen.
Jedoch legen die meisten Kapitäne, gerade bei kleineren und mittleren Schiffen Wert darauf das zukünftige Mannschaftsmitglied persönlich kennenzulernen.
Auf größeren Schiffen ist für diese Arbeit meistens ein Quartiermeister zuständig.
Ob man tatsächlich angeheuert wird und für welchen Zeitraum, hängt von den eigenen Fähigkeiten und dem Bedarf an Bord ab. Auch die Höhe der Bezahlung wird meistens im Vorfeld mit dem Kapitän besprochen.
Üblicherweise hat man als Techniker gute Karten - man kann nie genug davon haben. Auch als Mediziner findet man zumindest eine zeitweilige Anstellung ohne Probleme.
Als Soldat oder Schütze werden die Chancen und der Sold besser, je weiter man sich von den sicheren Routen zwischen den großen Kolonien entfernt.
Und im Zweifelsfall kann man immer noch Putzen oder in der Küche zur Hand gehen.

Viele Reisende nutzen die Möglichkeit sich nur für die Reise von einem Ort zum anderen anheuern zu lassen - weit günstiger und durch die ständige Beschäftigung wird auch eine Wochenlange Raumreise nicht langweilig. Länger heuern werden aber in der Regel besser bezahlt.

Reisen als zeitweiliges Mannschaftsmitglied stellt für viele Forscher, Abenteurer und sogar Händler die häufigste Methode dar um in den Grenzwelten von Ort zu Ort zu gelangen.

Alternativ kann man für eine Reise an Bord eines Raumschiffes bezahlen. Als Passagier ist man von Arbeiten frei gestellt und genießt üblicherweise etwas mehr Luxus.
Komfort und Luxus variieren gewaltig.
Von der sprichwörtlichen Hängematte im umgebauten Frachtraum eines Grenzweltenhändlers oder Schrottsammlers bis hin zu den Luxusapartments an Bord solch renomierter Luxus-Liner wie der [Titania].
Die Preise rangieren zwischen hundert Rand für einen schnellen Trip zwischen zwei Planeten im selben System auf einem kleinen Postschiff oder Freihändler und sind nach oben nahezu unbegrenzt (Die Emperor-Suit an Bord der Titania gilt als eine der teuersten Kabinen im bekannten Weltraum und kostet gut und gerne 250.000 Rant pro Trip.)
Üblicherweise kann man mit etwa 100 Rant pro Sprung für weitere Reisen rechnen und je weiter man von den großen Kolonien wegkommt, desto öfter kann man auch mit den sprichwörtlichen Energiezellen und Nahrungsriegeln bezahlen.

2. Das Leben an Bord

In der Regel ist das Leben an Bord eines Schiffes einem recht strengen Zeitplan aus Arbeitsschichten, Freischichten und Ruheschichten unterworfen. Routinearbeiten und Überwachung der Systeme sind dabei die ständige Hauptaufgabe. Um Langeweile vorzubeugen setzen viele Kapitäne regelmäßige Feuerübungen und andere Maneuver an.
Dies dient natürlich dazu das Schiff im Tiefen Raum jederzeit Einsatzbereit zu halten und jedes Problem so früh wie möglich zu erkennen. Denn drei Sprünge abseits des nächsten Sternensystems ist schnelle Hilfe im Notfall praktisch unmöglich zu bekommen und oft ein sicheres Todesurteil für die gesamte Besatzung.
Andererseits ist ein fester Tagesplan ein probates Mittel um Disziplin und Moral aufrecht zu erhalten und dem Kabinenkoller entgegenzuwirken, der sich unweigerlich bei wochenlangen Reisen im Weltraum einstellen würde.

Passagiere und Mannschaften in ihrer Freizeit hingegen müssen sich selbst die
Zeit vertreiben. Langstrecken-Liner haben dafür oft ein ausgeprägtes Freizeitangebot, das von Restaurants über Kinos, Pools und Sportplätze auch zu regelmäßigen Zwischenhalts an interessanten Planeten und Orten bereitstellt.
Doch auch wenn man mit einem Freihändler irgendwo zwischen 'New Frontier' und 'McCreadys Planet (nicht registriert)' unterwegs ist, gibt es Möglichkeiten.
Praktisch alle Raumschiffe haben in ihrem Computerkern einen Bereich für lokale Data-Links-Daten bereitgestellt. Dieser enthält neben personalisierten und nicht abrufbaren Nachrichten auch Informationen, Texte, Filme und Spiele aus der Region, sowie etwa ältere Versionen aus allen Teilen des bekannten Raums. So kann man jederzeit lesen und sich an einer Fülle von informativen oder unterhaltsamen Videos und Spielen erfreuen.
Viele Reisende nutzen auch die Gelegenheit um ŝich in Hobbys zu üben, Sport zu treiben oder sich über das Ziel ihrer Reise so gut es geht zu informieren.

3. Raumhäfen

Irgendwo muss man nach erfolgreicher Mission anlegen können. Raumhäfen bezeichnen designierte Orte für den Zweck mit Raumschiffen zu landen oder anzulegen.
Dabei unterscheidet man zwischen planetaren Raumhäfen (slang: Downports) auf der Oberfläche von Welten und orbitalen Raumhäfen (Highports) einer Orbitalstation.

Zu wissen, welche Arten von Raumhäfen verfügbar sind, ist durchaus nützlich – nicht jedes Raumschiff ist für planetare Landungen ausgelegt, also sollte man klar stellen, dass eine Orbitalstation mit Raumlift oder Shuttleservice zur Verfügung steht, wenn man bestellte Fracht nicht per Fallschirm abwerfen möchte.

Auch ist nicht jeder Raumhafen gleich gut ausgebaut. Die Hauptdocks von Alpha Ganimed sind für große Schiffe sicher komfortabler als der Funksender auf ebener Fläche irgendwo auf einer abgelegenen Eiswelt.

Raumhäfen verfügen neben der eigentlichen Landefläche oder Dockbucht meist über verschiedene Dienstleistungen Infrastruktur, wie Reparaturbuchten, Hangars für verschieden große Schiffe, Lagerhallen, Anbindung an das planetare Transportnetz, bis hin zu Vergnügungseinrichtungen und Hotels. Gerade bei kleineren Orbitalstationen dreht sich praktisch die ganze Arbeit um den Highport, so dass die ganze Station nicht mehr als eine Erweiterung des Hafens darstellt.

Auf Raumstationen ist das Preisniveau üblicherweise sowiso höher – doch auch auf Downports greift man oft tiefer in die Tasche als andernorts.

3.1. Klassen

Als grobe Einteilungshilfe gibt es eine offizielle Klassifizierung der ISV (Imperia Socio de la Vojagantojn).

Klasse A – höchste Klassifizierung. Der Raumhafen bietet auch für größte Schiffe Anlegemöglichkeiten, Hangars für mittelgroße und kleine Schiffe, automatisierten Frachttransport oder vergleichbare Services, Reparaturdocks für alle Schiffsgrößen, so wie Hotels, Gastronomie und Freizeitangebote vor Ort. Gewissermaßen eine Stadt deren einziger Zweck der Erhalt des Raumhafens sowie die Versorgung von Schiffen und Reisenden ist.
Beispiele: Alpha Ganimed Main, Raumhäfen auf den Kernwelten und großen Kolonien, Haupt-Raumhäfen kleinerer etablierter Kolonien.

Klasse B – vergleichbar mit Klasse A, jedoch oftmals keine besondere Versorgung für größere Schiffe. Bestenfalls Liegemöglichkeiten und Shuttle-Transport in der Nähe. Oftmals kein ausgebautes Reparaturdock für größere Schiffe. Weniger Hangars.
Zugriff auf die üblichen Dienstleistungen, wenngleich nicht in größter Auswahl.
Beispiele: Wichtigere Raumhäfen in den Grenzwelten, Nebenports auf Alpha Ganimed.

Klasse C – Landeflächen oder Dockbuchten für diverse Schiffsgrößen. Keine ausgewiesenen Flächen für große Schiffe. Klasse C Raumhäfen sind oftmals an planetare Flughäfen angegliedert oder rein funktionelle Häfen auf Bergbaustationen. Reparaturdocks, wenn vorhanden sind oft schlechter ausgerüstet und nur bedingt für große Schiffe geeignet (mit Abreitsdrohnen und klein-Raumschiffen kann man aber einiges möglich machen). Man findet ein Hotel und mindestens eine Bar, eine Pfandleihe und ein paar Geschäfte für das Nötigste zu überteuerten Preisen.
Beispiele: Die Mehrheit der Raumhäfen in den Grenzwelten.

Klasse D – Diese findet man praktisch nur planetar, Ein Klasse D Raumhafen ist eine Landefläche mit einem Gebäude meist ein Container für die Hafenverwaltung. Reparaturen können zwar durchgeführt werden, aber es gibt keine speziellen Reparaturdocks. Versorgung und Unterbringung findet man in der zugehörigen Siedlung.
Beispiele: Viele kleinere Kolonien die ihren ersten Landepunkt glasiert haben um Versorgungsschiffen die Landung zu erleichtern, planetare Minenunternehmen, Außenposten, feste Forschungsstationen auf Planeten.

Klasse E – Ein Peilsignal auf einer ebenen Fläche. Manche Exploratoren sind freundlich genug um potentielle Landepunkte auf Planeten zu markieren um beschädigten Schiffen eine Notlandung und Reparatur zu ermöglichen. Schmuggler errichten oft temporäre Peilsignale um ihre Handelspartner zu kontaktieren. Neu gegründete Kolonien haben nicht mehr als das, bis sie ihren Funkcontainer aufstellen konnten.

Klasse F – Inoffiziell: Jede Fläche, die eben genug ist um darauf zu landen. Slangbegriff für Landungen in der Wildnis.
„Wir wollten nicht mit der Hafenverwaltung aneinandergeraten – also haben wir uns einen Klasse F-Raumhafen gesucht um unseren Kontakt zu treffen.“

Klasse Z – Inoffiziell: Der Ort an dem man landet. Slangbegriff für eine Bruchlandung.
„Rogers? Der? Das letzte was ich gehört hab, ist dass er einen Klasse Z Hafen auf Hermes V gefunden hat...“

Raumhäfen bis Klasse C verfügen über Landehilfen und Funkfeuer. Klasse D Häfen können solche Unterstützung haben, Klasse E Häfen haben nur ein Peilsignal.




Letzte Änderung am 30.1.2020 um 08:27:00 Uhr von robert


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